Samarkand - Capital of Tamerlane - General information, History and Photos
Samarkand ist Spiegel der Welt, Garten der Seele, ein Edelstein des Islams, Perle des Orients, Mittelpunkt des Weltalls, das glanzvolle Antlitz der Erde. Es liegt im Tal des Flusses Serafschan und ist durch die Spitzen der Pamir – Alay – Gebirgen umgeben. Diese märchenhafte Oase an der Grenze mit der Wüste Kisil Kum hatte nie Mangel an Achtung gefühlt. Der andere Name ist die Stadt der bekanntesten Schatten. Dieser Name weist darauf hin, daß Samarkand Augenzeuge des Wecksels der historischen Perioden sei.
Samarkand (der alte Name Marokanda) ist eine der uraltesten Siedlungen von Zentralasien, die vermutlich im 6.- 5. Jahrhundert vor Christus gegründet wurde. Als Alexander der Große Samarkand eroberte, soll er folgendes gesagt haben:“Alles,was ich über die Schönheit dieser Stadt hörte, ist tatsächlich wahr, außer daß es viel schöner ist, als ich es mir vorgestellt habe.“ Dann begann ein häufiger Wecksel der Machthaber: Seleukiden, das griechisch-baktrische Reich, die Kuschan, Weißhunnen,das türkische Chanat. Nach dem der arabische Feldherr Qutaiba ibn Muslim Samarkand 712 erobert hatte, errichtete er die erste Moschee der Stadt und deportierte einen Großteil der Bevölkerung nach Arabien. Erst im neunten und zehnten Jahrhundert, unter der Samaniden-Dynastie, erlebte Samarkand eine Renaissance. Das vormongolische Samarkand war eine reiche Stadt. Sie war nach einem Plan errichtet worden, bei dem die Wasserversorgung eine zentrale Rolle spielte. Vor dem Einfall der Mongolen hatte die Stadt 400000 Einwohner, danach weniger als 100000. Die Stadt wurde durch die Mongolen ganz verwüstet und geplündert. Aus den Überlebenden wurden Handwerker und Gelehrte ausgewählt und in die mongolische Hochebene verschleppt. Mit der Regierungszeit Temurs (1370-1404) begann in Samarkand eine von vielen neuen Ideen geprägte Epoche. Samarkand wurde zur Hauptstadt eines ungeheuren Reiches. Mit der Regierungszeit Ulugbeks (1409-1449) begann nahezu ein Jahrhundert des Wohlstandes und der von Feinden ungestörten kulturellen Blüte Samarkands.
Sehenswürdigkeiten: Der Registan von Samarkand (wörtlich übersetzt: Sandplatz) ist das bekannteste Symbol Usbekistans und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es war im mittelalterlichen Orient der Platz, auf dem die Herrscher Erlasse ver-kündeten, wo Gericht gehalten wurde. Unter Temur wurde der Registan das Zentrum Samarkands. Unter seinem Enkel Ulug Bek erhielt der Platz seine offizielle Funktion: hier wurden Militärparaden abgehalten, Gesetze verkündet und Hinrichtungen vollzogen. In Ulug Beks Zeit wurde der Platz umgebaut-das noch heute beeindrückende Ensemble entstand. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtete man an der Westseite die Medrese Ulug Bek, eine Chanaka (eine Herberge für Pilger) und eine Karawanserei. Zwei Jahrhunderte später, als die Bauten zu verfallen begannen, wurde der Platz erneut umgebaut. Gegenüber der Medrese Ulug Bek entstand die Medrese Scherdor, an die Stelle der Karawanserei wurde die Medrese Tillaqori errichtet. Diese drei Bauten prägen bis heute den Registan. Unter dem Schatten der Moschee Bibi-Chonim liegt der Hauptmarkt Samarkands, eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. Der Markt heißt offiziell Sijob Bosori. Man liefert hierher Melonen und Wassermelonen in Autos, nicht aber auf den Kamelen. Hier kann man wunderschöne Samarkander Brote kaufen, die etwa zwei Wochen frisch bleiben. Nicht weit vom Basar befindet sich das Mausoleum Schahi-Sinda, die eindrucksvolle Nekropole. Die Nekropole entstand neben der hier vermuteten Grabstätte Qussam ibn Abbos, dem Cousin des Propheten Muhammad. Er wird in den Legenden als der lebendige Schah bezeichnet.
" Wenn Sie mal Usbekistan besuchen, werden Sie ganz mit Verehrung und Gastfreundlichkeit umgeben und die einheimischen Familien gewähren den Gästen freundlich die Zuflucht.“