Ferghana Valley - General information, History and Photos
Das Ferganagebiet
Ebenso wie Usbekistan das Herz von Zentralasien ist, ist das Ferganatal ein Zentrum Usbekistans. Mehr als 7 mln.Menschen, etwa ein Drittel der ganzen Bevölkerung Usbekistans lebt in dieser fruchtbaren Gegend, in der es riesege Obst - und Gemüseplantagen gibt. Das Tal wird wird durch die Bergketten Kurama und Tschatkal vor kalten Nordwinden geschützt. Alai und Turkestanberge halten warme Winde aus dem Süden ab. Nur im Westen durch das Tor vom Chodschakent kommen die Winde ins Tal. Der Fluß Amu Darja kommt von den Pamirgebirgen ins Tal und erstreckt sich etwa 300 km und 150 km in Breite. Der beste Eingang für Händler und Eroberer war das Tor von Chodshakent im Westen, wo der Fluß das Tal verläßt und in die Hungersteppe einfließt. Chodshakent nimmt seinen Anfang seit der Zeit der Eroberungen von Alexandr dem Großen im Jahre 329 vor unserer Zeitrechnung, als der Mazedonier hier seine 9 Alexandria errichtete (Alexandria Eschat). Zwei Jahrhunderte später erreichte der chinesische Gesandte und Entdeckungsreisender Tzang Kian, der Pioner der Großen Seidenstraße, endlichdas Ferganatal, nachdem er etwa 10 Jahre infolge der Raubzüge der Nomadenstämme an die Grenzen von China umherirren mußte. Jm Ferganatal gibt es 6 Städte: Kokand, Fergana, Margilan, Schahimardan, Andijan und Namangan.
Kokand. Kokand bedeutet entweder die Stadt der Wildschweine oder noch mehr mystisch die Stadt der Winde. Jm 19 Jahrhundert gab is ein mächtiges Chanat unter diesem Namen, das sich vom Ferganatal bis Taschkent und südlich bis kasachische Steppen erstreckte. Obwohl Kokand im Vergleich zu den anderen Städten Ferganatals jünger ist, verwandelte es rasch zu einem Handels - und Religionszentrum und begann, um die Reichtümer Zentralasiens mit den Chanaten von Buchara und Chiwa zu konkurieren.
Fergana. Die Stadt Fergana ist die drittgrößte Stadt im Ferganatal. Die Bevölkerungzahl beträgt mehr als 220000 Menschen. Gegründet im Jahre 1820 etwa 20 km entfernt von der alten Stadt Margelan, wurde die Stadt zuerst als das neue Margelan genannt. Seit 1907 hieß die Stadt zu Ehren des ersten russischen Militär-Gouverneurs Skobelew und endlich 1927 entlehnte sie den Namen des Tals. Die breiten Straßen Ferganas nehmen ihren Anfang von der alten Militärfestung und erinnern die fächerartige Disign von Petersburg: Parks, Springbrunnen, die russische Architektur und industrielle Zonen verstärken die Ähnlichkeit und den Kontrast zwischen Fergana und Margelan.
Margelan. Margelan, das jahrhundertelang die Geheimnisse der Seidenraupenzucht gehütet hat, war einer der größten Aufenthaltspunkte an der Seidenstraße bis zum 9. Jahrhundert. Es gibt aber auch Legende, daß die Stadt in der Zeit von Alexandr dem Großen gegründet wurde. Als er die Siedlung erobert hat, brachte die einheimische Bevölkerung ihm die gebratenen Kücken (murg) und das Brot (non). Davon entstand der Name der Stadt. Margilan ist die Stadt der Seide. Hier gibt es die größten Seidenraupenzuchten, ein wissenschaftliches Institut, das sich nur mit Seide beschäftigt und mehrere Fabriken, die Seide produzieren.
Schachimardon. Jm Sommer ist das Ferganatal mit einem kochenden Kessel zu vergleichen. Das läßt die Menschen sich an die schon vergessene Nomadentraditionen erinnern und sich in die Vorgebirge ziehen. Jm populären Kurort Schachimardon ist die Luft kühl, es gibt tosende Bergflüsse und Bergseen. Die Wege führen entlang des brodelnden Flusses Schachimardon bis zu seiner Quelle in der Stadt, wo der reine Fluß Kok-Suw sich mit dem glätzernden Ok -Suw vereinigt.
Andijan. Andijan war im 10. Jahrhundert noch als Dorf bekannt. Die stabile Entwicklung Andijans kennzeichnete die Zerschlagung der Mongolenepoche. Jm 13. Jahrhundert hat Kaytu-Chan, ein Enkel von Tschingis Chan Andijan zur Hauptstadt des Ferganatals gemacht. Jm Laufe der folgenden drei Jahrhunderte blieb Andijan als Haupstadt. Als das östliche Tor von Transoxanien war Andijan ein wichtiges Handelszentrum mit Kaschgar.
Namangan. Namangan hat den Status der drittgrößten Stadt Usbekistans nach Taschkent und Buchara. Sein Name entspricht vielleicht dem Wort „namakkon“, was Salzlagerstätte bedeutet, denn Namangan war lange Zeit Lieferant des Salzes für Taschkent. Jn der Zeit der russischen Jnvasion wurde dieses Rayon mit 20 Medresen und 600 Moscheen zum Bollwerk des Jslams.
"Wenn Sie mal Usbekistan besuchen ,werden Sie ganz mit der Verehrung und Gastfreundlichkeit umgeben und die einheimischen Familien gewähren denGästen freundlich die Zuflucht.“